Robotergreifer aus Lasersinter-Werkstoff

Traditionell wurden diese Greifer mit spanabhebenden Technologien aus Aluminium gefertigt. Für die Entscheidung hin zum Lasersintern gab es drei Gründe. Erstens ist der verwendete Werkstoff (ein spezielles Polyamid) leichter. Damit wird die Voraussetzung für höhere Robotergeschwindigkeit und kürzere Taktzeiten geschaffen – bei geringem Energieverbrauch. Vor allem die Beschleunigungswerte, die erreicht werden, sind deutlich höher als die von Aluminiumkomponenten. Ein zweiter Vorteil des Additive Manufacturing sind die kurzen Projektierungs- und Fertigungszeiten. Innerhalb von zwei Wochen steht ein erstes Muster bereit, das getestet und optimiert werden kann. Für die Fertigung selbst benötigt Materialise nur wenige Stunden. Drittens erlaubt das Lasersintern im Vergleich zur spanenden Fertigung sehr viel größere Design-Freiheiten. Ein ganz wesentlicher Vorteil besteht darin, dass intrion Kanäle für die Zuführung von elektrischem Strom, Signalen und Druckluft direkt in den Greifer integrieren kann. Auch elektronische Bauteile lassen sich in die Konstruktion integrieren. Darüber hinaus ist der Anwender flexibler, wenn Anpassungen an der Anlage vorgenommen werden sollen.

 

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Lasergesinterter Greifer, der in der Automatisierung zum Einsatz kommt.

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