Kirsten Van Praet November 14, 2017

Die Automatisierung der Supporterzeugung bietet enorme Einsparpotenziale. In vielen Firmen, die mit harzbasierten 3D-Druckern arbeiten, ist unsere Software daher inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihrer Arbeitsabläufe geworden. Firmen, die mit Metalldruck arbeiten, mussten jedoch bisher immer noch mit großem Zeit- und Personalaufwand Stützstrukturen manuell erzeugen und platzieren. Doch damit ist jetzt Schluss: Wir konnten die Automatisierung so weit ausbauen, dass heute auch Metallbauteile vollautomatisch mit perfekten Supports versehen werden können!

Materialise e-Stage ist die einzige Software weltweit, die automatisch Supportstrukturen für Titan-, Edelstahl- und Aluminium-Bauteile erzeugt. Hannes Brenning, Prozessingenieur in unserem Kompetenzzentrum Metall in Bremen, war einer der ersten, der diese brandneue Funktion im Praxistest evaluieren durfte.

Hannes Brenning, Experte für 3D-Metalldruck in der Bremer Niederlassung von Materialise

Hannes Brenning, Experte für 3D-Metalldruck in der Bremer Niederlassung von Materialise

Herr Brenning, Sie sind verantwortlich für die Datenvorbereitung im 3D-Metalldruck und die Bedienung der Maschinen. Was sind die Herausforderungen bei der manuellen Erzeugung von Stützstrukturen für Bauteile aus Titan, Edelstahl oder Aluminium? Und was macht es so spannend, wenn Supportstrukturen in Zukunft mit Materialise e-Stage automatisch erzeugt werden?

Hr. Brenning: „Es ist unglaublich zeitaufwändig, Supports so zu erstellen, dass das Bauteil einerseits ausreichend verankert ist, sich die Strukturen aber auf der anderen Seite auch leicht wieder entfernen lassen. Insbesondere Bauteile mit hochkomplexer Geometrie müssen sehr gründlich vorbereitet werden. Jede Fläche ohne ausreichenden Support kann zu Baufehlern oder sogar zum Abbruch des Baujobs führen.“

 

Was sind Ihre Erfahrungen nach dem Testen der Software?

Hr. Brenning: „Im Prinzip mussten wir bei Null anfangen. Keiner hatte zuvor Erfahrungen mit Materialise e-Stage gesammelt. Wir brauchten tatsächlich ein bisschen, um zu verstehen, welche Parameter auf welche Weise die Bauqualität der Metallteille beeinflussen. Doch als wir raus hatten, wie wir die Parameter einstellen müssen, konnten wir eindrucksvolle Ergebnisse erzielen.“

Waren Sie von Anfang an für den Einsatz der neuen Software?

Hr. Brenning: „Für uns war das Potenzial in Materialise e-Stage for Metal bereits zu Beginn offensichtlich. Vielen Leuten ist gar nicht klar, wie zeitaufwändig die manuelle Erstellung aber auch die Entfernung von Supports bei Metallbauteilen ist. Diese Zeit wollten wir unbedingt reduzieren! Strukturen, die mit e-Stage erzeugt werden, lassen sich ganz einfach entfernen. Und das ist keine Übertreibung: Der Großteil der Supports kann tatsächlich ohne Werkzeuge entfernt werden.“

Es ist keine Übertreibung: Der Großteil der Supports kann tatsächlich ohne Werkzeuge entfernt werden.

 

Schildern Sie unsere Ihre ersten Eindrücke nach dieser Testphase.

Hr. Brenning: „Vom ersten Moment an lief Materialise e-Stage extrem stabil. Die Oberfläche ist leicht verständlich für den Benutzer. Schön sind die Erklärungen zu den einzelnen Parametern, die man bei der Bearbeitung öffnen kann. Ich gebe zu, dass wir nicht so schnell mit so guten Ergebnissen gerechnet haben.“

 

Welche Bauteiltypen haben Sie gedruckt und waren Sie gleich von Anfang erfolgreich?

Hr. Brenning: „In unserer initialen Testphase beschränkten wir uns auf kleine und mittlere Bauteile mit einer Bounding-Box von bis zu 100 x 100 x 100 mm3. Dies entspricht ungefähr dem, was der Großteil unserer Kunden täglich bestellt.“

 

Plattform mit e-Stage Metallsupports

“In unseren Testreihen haben wir den Materialverbrauch der verschiedenen Supportstrukturen gegenüber gestellt, und zwar von e-Stage und vom SG+ Modul von Materialise Magics: Wir konnten mit e-Stage bis zu 60% beim Material einsparen. Wichtig ist auch, dass man mit e-Stage-Supports Pulver rückgewinnen kann. Selbst mit perforierten SG+ Supports lässt sich nicht alles Pulver entfernen. Mit Materialise e-Stage for Metal lässt sich nahezu das gesamte nicht verbrauchte Pulver über die Supportstrukturen rückgewinnen. Außerdem spart man unglaublich viel Zeit in der Datenvorbereitung. Im Prinzip muss man nicht mehr machen, als das Bauteil zu orientieren und e-Stage laufen zu lassen. Und das dauert in der Regel nicht länger als eine Minute.“

Mit Materialise e-Stage for Metal lässt sich nahezu das gesamte nicht verbrauchte Pulver über die Supportstrukturen rückgewinnen.

 

Werden Sie weiterhin mit e-Stage arbeiten oder wieder die von Ihnen zuvor verwendete Software einsetzen?

„Wir werden in jedem Fall Materialise e-Stage weiter einsetzen. Tatsächlich planen wir, den Einsatz bei uns so weit wie möglich auszuweiten.“

 

E-Stage for Metal support structure Vacuum Gripper Titanium
E-Stage for Metal support structure Vacuum Gripper Titanium
E-Stage for Metal support structure Wheel knuckle Titanium
E-Stage for Metal Vacuum Gripper finished part Titanium

Sie möchten die Software zur vollautomatischen Supporterzeugung für Titan, Edelstahl und Aluminium gerne selber testen? Kontaktieren Sie uns noch heute, wenn Sie an einem kostenlosen Test interessiert sind.