Bei dem angesehenen Konstruktionswettbewerb Formula Student 2012 Challenge ging das 16-köpfige Team zukünftiger Ingenieure der Group T mit dem Areion an den Start, dem weltweit ersten Rennwagen, der zum großen Teil mittels 3D-Druck hergestellt wurde. Benannt nach dem von den Göttern geschaffenen, extrem schnellen, unsterblichen Pferd der griechischen Mythologie ist der Areion die Verkörperung von Pferdestärken, Innovation und grüner Technologie. Am 31. Juli konnte er auf der Hockenheimer F1-Strecke von null auf 100 km/h in nur 4 Sekunden beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 141 km/h erreichen. Damit machte er seinem Namen alle Ehre! Zu den Spitzentechnologien, die bei diesem umweltfreundlichen Rennwagen Anwendung fanden, gehören ein Elektroantrieb, Bio-Verbundwerkstoffe und sicher das Additive Manufacturing (3D-Drucken) im großen Stil mit Materialise.

Geniale Ideen mit Mammut Technologie verwirklichen

Mit den Stereolithografie-Maschinen von Materialise, die die treffende Bezeichnung Mammut tragen, lassen sich Teile bis zu einer Größe von 2100 mm x 680 mm x 800 mm herstellen. Das Formula Group T-Team hat erkannt, dass es bei dem riesigen Bauraum möglich ist, nicht nur die gesamte Karosserie des Wagens zu drucken, sondern auch einige Besonderheiten direkt in das Design einzuarbeiten. In enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Materialise ist es ihnen gelungen, in nur drei Wochen aus einem ersten Entwurf der Rohkarosserie eine komplett ausgestattete, 3D-gedruckte Karosserie zu erhalten.

 

 

Die größte 3D-Modellierung seit Mario Kart im Rennen

Ausgehend vom Entwurf des Formula Group T-Teams für die äußere Hülle machten sich die Ingenieure von Materialise rasch ans Werk. Innerhalb einer Woche hatten sie ihre Erfahrungen von anderen Projekten auf die Herstellung einer intelligenten 3D-gedruckten Karosserie mit integrierten Cliplösungen und Verbindungsstellen angewendet. Letztere ermöglichen eine einfache Montage der Karosserie und somit einen schnelleren Zugang zum Innenleben des Wagens bei Instandhaltungsarbeiten.

 

Wie ein Haifisch durchs Wasser

Direkt auf die Frontpartie des Boliden ist eine Haifischhaut-Textur gedruckt, ähnlich jener, die bei High-Tech-Schwimmanzügen für Wettkämpfe anzutreffen ist. Wie bei den Schwimmanzügen sollten die zahnartigen Furchen die Performance am Renntag verbessern. Ob diese Textur tatsächlich den Luftwiderstand des Areion verringert hat, wird zurzeit noch untersucht; doch eines ist sicher: Mit der Haifischhaut sah die Frontpartie des Wagens klasse aus!

 

 

Die coolsten Seitenkästen auf der Rennstrecke

Beide Seitenkästen wurden mit komplizierten Kühlkanälen entworfen und gedruckt. Im linken Seitenkasten sind eine Düse hinter dem Kühler und ein Diffusor, der zur Optimierung der Kühlung einen idealen Luftstrom durch den Kühler erzeugt, gedruckt worden. Hinter dem Kühler ist ein Ventilator angebracht, um auch bei niedrigen Geschwindigkeiten oder Stillstand des Fahrzeugs eine optimale Kühlung sicherzustellen. Im rechten Seitenkasten wurden komplizierte Kanäle gedruckt, um eine Zyklonwirkung zu erzielen, durch die Wasser und Schmutz aus der Luft entfernt werden, bevor diese in den Motorraum gelangt.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen

Nach zwei absolvierten Rennen ist das Formula Group T-Team stolzer Gewinner zweier Preise und belegt einen für eine erstmalige Teilnahme an dem Wettstreit beeindruckenden Platz. In Großbritannien, beim Wettkampf am Silverstone Circuit, wurde das Team mit dem von Airbus gestifteten Preis für die beste Teamleistung ausgezeichnet und Koen Huybrechts, verantwortlich für den Antrieb, erhielt als bestes Teammitglied den Craig-Dawson-Preis. In Deutschland, auf dem Hockenheimring, erreichte das Team einen wohlverdienten 11. Platz und befand sich damit unter den Top-Teams bei diesem internationalen Wettbewerb.

Weitere Informationen über die Formula Group T und ihre weitere Entwicklung finden Sie unter www.formulagroupt.be. Um herauszufinden, wie 3D-Druck in den unterschiedlichsten Branchen den entscheidenden Unterschied entstehen lässt, besuchen Sie die Website materialise.de.

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