Stephanie Benoit Juni 27, 2017

Die passionierten Studenten hinter InMotion haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt – sie wollen den schnellsten Elektro-Rennwagen der Welt bauen. Nach jahrelanger Forschung und Entwicklung sind erste Erfolge zu erkennen: Das Rennauto IM/e racecar des Teams brach in Zandvoort, der größten Rennstrecke der Niederlande, den Geschwindigkeitsrekord. Es schaffte die Runde in einer Zeit von 1:48,371 Sekunden – beeindruckende 16 Sekunden schneller als der bisher schnellste E-Rennwagen!
 

The IM/e surrounded by the team at Zandvoort | © Dion De Bakker

Der IM/e umgeben vom Team in Zandvoort | © Dion De Bakker
 

Ein großer Tag in Zandvoort

Zandvoort ist die prestigeträchtigste Rennstrecke der Niederlande und genau dort hat InMotion dort wieder einmal die Grenzen seines E-Rennwagens IM/e ausgetestet. Das Ziel: In Vorbereitung auf die legendären 24 Stunden von Le Mans wollten sie in Zandvoort den Rundenrekord für Elektrowagen brechen. Und tatsächlich ist es ihnen gelungen: In den fähigen Händen des Fahrers Beitske Visser übertraf der IM/e mit einer Zeit von 1:48.371 Sekunden sogar alle Erwartungen. Arthur van der Werf von InMotion sagte uns:

“Wir sind von diesem Ergebnis unglaublich begeistert. Es bringt uns einen Schritt näher an unser Ziel: Das 24-Stunden-Rennen in Le Mans zu Ende zu fahren. Der IM/e ist ein ideales Testobjekt für neue Technologien, und in Zandvoort zu fahren ist eine großartige Möglichkeit, um zu sehen, was funktioniert und was geändert werden muss.”


3D-Druck von Titanteilen für den IM/e

Der IM/e ist eine Testplattform für Systeme, die später in das Endprodukt, den Rennwagen IM01, einfließen werden. Damit möchte InMotion in Le Mans antreten. Bei Materialise haben wir speziell zur Federung des Wagens beigetragen. Eine der Stärken des 3D-Drucks sind die Freiheiten bei der Designoptimierung. Und wenn das schnellste Elektroauto der Welt entworfen werden soll, muss die Struktur so leicht und ökonomisch wie möglich sein. Wir haben die Querlenker des Wagens, auch Y-Gelenke genannt, aus Titan gedruckt. Diese entscheidenden Teile verbinden die Radträger mit dem Fahrgestell des Wagens, halten die Räder fest und müssen dabei alle Kräfte bewältigen, denen das Auto ausgesetzt ist. Mittels einer leichten Wabenstruktur konnten wir das Gewicht der Fahrwerkkomponente reduzieren und gleichzeitig die Tragfähigkeit erhalten.
 

Y-joint 3D-printed by Materialise
Y-joint 3D-printed by Materialise

Von Materialise 3D-gedruckter Querlenker

Y-joint 3D-printed by Materialise
The IM/e in action | © Dion De Bakker


Das Team ist fest entschlossen, am legendären Rennen von Le Mans teilzunehmen – ein Wettbewerb, der selbst mit herkömmlichen Rennwagen schwierig ist. Doch bevor die Studenten dort starten, testen sie ihre Technologie noch auf einigen weiteren Rennstrecken, um die Leistung des Fahrzeugs zu optimieren. Nach dem Ergebnis in Zandvoort sind wir zuversichtlich, was ihre Chancen angeht!
 

Interessiert, mehr darüber zu lesen, wie der 3D-Metalldruck den IM/e verbessern konnte? Werfen Sie einen Blick auf unsere Fallstudie!

Schauen Sie sich auch gerne weitere Rennwagenprojekte von uns an, zum Beispiel den Areion, den ersten komplett 3D-gedruckten Rennwagen der Welt. Oder das Rennwagenpedal, das wir zusammen mit Altair entwickelt haben.

Images courtesy of InMotion