Image credits: Mercedes 300 SL Cabrio by DOMINIK BARTSCH is licensed under CC 2.0

 

Das deutsche Restaurationsunternehmen für Fahrzeuginstrumente Classictacho GmbH restauriert mechanische und elektronische Tachometer und Anzeigen nach neuesten technologischen Standards. Wenn keine Originalteile mehr nutzbar oder verfügbar sind, fertigt das Unternehmen Teile per Hand, die den technischen Daten entsprechen. Die Technik wurde zuletzt eingesetzt, als die Hintergrundbeleuchtung der Instrumententafel eines Mercedes 300 SL Roadster restauriert werden sollte. Für den Nachbau dieser Teile meisterhafter Ingenieurskunst erwiesen sich Materialises Knowhow im 3D-Druck und die maßgeschneiderte Fertigung von Classictacho als äußerst praktisch.

 

Reverse Engineering

Das Konstruktionsteam von Materialise begann mit einem 3D-Scan des Originalteils. Die gescannte Datei lieferte die Maße und bildete die Grundlage für den Nachbau. Das Team nutzte die Chance, das gesamte Potential des 3D-Drucks auszuschöpfen und optimierte das Design hinsichtlich funktionaler Integration und Reduzierung der Komponenten. Durch den Einsatz wärmebeständiger Druckmaterialien konnten die Metallkomponenten des Originalteils weggelassen werden, sodass im Nachhinein kein Zusammenbau erforderlich war.

 

Ein mit 3D-Druck gefertigtes Ersatzteil

Die neue Version der Hintergrundbeleuchtung besteht aus einem unteren Abschnitt aus lasergesintertem Polyamid mit schwarzer Oberfläche und vakuumgegossenen Lichtpunkten aus transparentem HMPU13. Getrennte innere Röhren leiten das Licht in die richtige Richtung und vereinen Umgebungslicht für Wasser- und Öltemperatur, Kraftstoffanzeige, Öldruck und eine Reihe von Kontrollleuchten, darunter die speziell geformte Kontrollleuchte für Fernlicht.

 

 

„Eine große Herausforderung stellt die technische Komplexität des Teils für unsere Ingenieure dar,“ so Erik de Zeeuw, Senior Project Manager bei Materialise. „Obwohl alle Leuchten in einem einzigen Teil kombiniert sind, gibt es keine Störungen zwischen den Anzeigelampen und der Hintergrundbeleuchtung. Aufgrund dieser Komplexität und der geringen Menge an erforderlichen Teilen war dieses Projekt eine typische Erfolgsgeschichte für 3D-Druck.“ 

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